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Der Dreißigjährige Krieg in der Prignitz und im Ruppiner Land - Kriegsbilanz und Wiederaufbaumaßnahmen - Vortrag mit Prof. Matthias Asche, Universität Potsdam

20.02.2019 um 18:00 Uhr

Die Mark Brandenburg gehörte zu der am stärksten vom Dreißigjährigen Krieg betroffenen „Verwüstungszone“. Diese zog sich als breiter „Streifen“ vom Nordosten des Reiches über Mitteldeutschland bis an den Mittel- und Oberrhein zog. Die Prignitz und Ruppin lagen mitten in diesem Korridor.

Als der junge brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm im Jahre 1641 aus seinem Königsberger Kriegsexil in seine hohenzollernschen Stammlande zurückkehrte, musste er feststellen, dass die Mark Brandenburg in wirtschaftlicher und demographischer Hinsicht gründlich ruiniert war. Mehr noch als in den meisten brandenburgischen Städten hatten die Menschen auf dem Land – in den Dörfern und den unbefestigten Flecken – unter der raubenden, plündernden und mordenden Soldateska zu leiden. Die ständigen Durchmärsche des Kriegsvolks, dessen Einquartierungen und die damit verbundenen Belastungen für die Zivilbevölkerung hatten zu Hungersnöten, Pestwellen und Massenflucht geführt – Ereignisse, welche als Traumata bis zum Ersten Weltkrieg prägend wurden und nicht nur in Brandenburg in die Erinnerungskultur der nachfolgenden Generationen einflossen.

Bereits in den frühen 1640er Jahren, mithin noch vor dem offiziellen Friedensschluss von Münster und Osnabrück im Jahre 1648, hatten jedoch in der Mark Brandenburg Wiederbesiedlungen in entvölkerten und verwüsteten Gebieten eingesetzt, indem zunächst märkische Landeskinder und Untertanen aus benachbarten Territorien sowie abgedankte Soldaten auf frei oder wüst gewordene Höfe gesetzt wurden. Dieser Prozess geschah nicht planvoll, sondern punktuell und bedarfsorientiert.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, wird Prof. Matthias Asche facettenreich und spannend über den Dreißigjährigen Krieg und die Folgen referieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (Eintritt - Erwachsene: 5 €/Ermäßigte: 3 €/Schüler: frei).

 

 

Datei zur Veranstaltung

 

Veranstaltungsort

Kreismuseen Alte Bischofsburg
mit Museum Dreißigjähriger Krieg und Ostprignitzmuseum
Wittstock

Amtshof 1 - 5
16909 Wittstock

Telefon (03394) 433725
Telefax (03394) 449078

E-Mail E-Mail:
www.mdk-wittstock.de

Öffnungszeiten:
1.09. - 30.04.: Di. & Do. 9:00 - 16:00 Uhr, Mi. 9:00 - 17:00 Uhr, Fr. 9:00 - 14:00 Uhr, Sa. 13:00 - 16:00 Uhr, So. 11:00 - 16:30 Uhr (am 24.12.; 25.12. sowie 01.01. geschlossen)
1.05. - 31.08.: Di. - Do. 9:00 - 17:00 Uhr, Fr. 9:00 - 15:00 Uhr, Sa. & So. 11:00 - 16:30 Uhr

 

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